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Aktuelle Informationen über die Zukunft des Aquadrom

Das Freizeitbad gehört bereits seit über 60 Jahren fest zu Hockenheim. Das im Jahr 1961 eröffnete Bad wuchs über die Jahrzehnte vom kleinen Freibad bis zum heutigen Aquadrom. Viele Bürgerinnen und Bürger verbinden zahlreiche Erinnerungen mit dem Aquadrom, haben hier Schwimmen gelernt, schöne Stunden verbracht und im Wasser wie auch an Land die Seele baumeln lassen.

Um die Bürgerinnen und Bürger über die möglichen neuen Wege für das Aquadrom zu informieren, fanden bereits zwei Bürgerinformationsveranstaltung statt,

Bürgerinformationsveranstaltung vom 09. Juli 2025

Die Präsentation der Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden:

TypNameDatumGröße
pdf 2025-07-09 Bürgerinformationsveranstaltung Zukunft des Aquadrom (2,4 MB) 21.05.2026 2,4 MB

Bürgerinformationsveranstaltung vom 18. März 2026

Die Präsentation der Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden:

TypNameDatumGröße
pdf 2026-03-18 Zweite Bürgerinfoveranstaltung Aquadrom (1 MB) 21.05.2026 1 MB
pdf Variante 3 (150 KB) 21.05.2026 150 KB

Die Live-Übertragung der Bürgerinformationsveranstaltung vom 18. März 2026 kann auch im Nachgang auf dem Youtube-Kanal der Stadt angeschaut werden: 

Youtube

Stadtaccount: @HockenheimTV

Die häufigsten Fragen:

1. Warum plant die Stadt Änderungen am Aquadrom?

Antwort: Das Aquadrom bewegt sich seit jeher in der Betriebsführung im Spannungsfeld zwischen hohen Betriebskosten, der Notwendigkeit ständiger Investitionen sowie der Verpflichtung zu „sozialadäquaten“ Eintrittspreisen und der Abdeckung der Daseinsvorsorge (Schulschwimmen und im weiteren Vereinsschwimmen). In den letzten Jahren verschlechterten sich die Einnahmen des Aquadrom in der Hauptsache durch einen kontinuierlichen Besucherrückgang deutlich.

2. Ist das Defizit im Aquadrom höher als in anderen Bädern?

Antwort: Kommunale Bäder sind generell nicht rentabel und müssen in der Regel durch die Kommunen bezuschusst werden. Das Aquadrom braucht durch seine baulichen Gegebenheiten und großen Wasserflächen mehr Personal. Bedingt durch Größe, Vielzahl der Angebote und Alter entstehen im Vergleich höhere Ausgaben in der Unterhaltung der gesamten Anlage.

3. Was sind die wesentlichen Kostenfaktoren im laufenden Betrieb, und wie hoch sind diese?

Antwort: Personalkosten - ca. 2 Mio. Euro, Fremdpersonalkosten – ca. 390T Euro, Energie- und Wasserkosten – ca. 1,6 Mio. Euro, Abschreibungen – rund 1 Mio. Euro, Fremdleistungen z.B. Reinigung, Wartungen etc. – 600T Euro.

Notwendige Instandhaltungsmaßnahmen bis 2030 resultierend allein aus der Zustandsbetrachtung der 12 Becken: Fliesen, Ein-/Ausläufe etc., Filtertechnik (Beschichtung, Düsen, Füllung), Schwallwasserbehälter, Wellenmaschine etc. Zeitraum 2026 – 2030:15.000.000 € - 20.000.000 €, pro Jahr: 3.000.000 €/a – 4.000.000 €/a.

4. Warum können nicht einfach ein bis zwei Becken dauerhaft stillgelegt werden?

Antwort: Das ist bautechnisch so nicht vorgesehen. Die Becken des Hallen- und des Freibades sind in verschiedenen Kombinationen durch Spül- und Filterkreisläufe miteinander verbunden. Änderungen sind nur durch einen grundlegenden Umbau bzw. Erneuerung der Filter- und Pumpentechnik möglich.

5. Welche Varianten wurden untersucht, und wie teuer sind diese?

Antwort:

  • Variante 1 Fortbetrieb im Bestand: Fortbetrieb des Bades in bisheriger Ausrichtung:
    • Die Prognose der Entwicklung des Defizites des Aquadrom hat ergeben, dass mittelfristig bis 2030 von einem jährlichen Minus im laufenden Betrieb von 6-7 Mio. € auszugehen ist. Notwendige Investitionen kämen noch hinzu und wurden planerisch bis 2030 auf in Summe 17,5 Mio. € hochgerechnet.
  • Variante 2 Sport- und Vereinsbad mit zusätzlichen Angeboten: Neuausrichtung mit Bestandsbecken sowie neuen Becken, Rutschen und Saunaerweiterung
    • Bestandssicherung, Teilabbruch, Neubau und Saunaerweiterung: ca. 50 Mio. €
    • Zuschussbedarf laufender Betrieb Prognose: ca. 3,5 Mio. € / Jahr
  • Variante 3 Daseinsvorsorge: Sport- und Vereinsbad mit Eltern-Kind- Becken
    • Fokus Daseinsvorsorge Schulschwimmen, im Weiteren Vereinsschwimmen und Öffentlichkeit
    • Bestandssicherung, Teilabbruch Hallenbad, Neubau Becken, Abbruch Freibad: ca. 17 Mio. €
    • Zuschussbedarf laufender Betrieb Prognose: ca. 2,1 Mio. € / Jahr

6. Der Zustand des Aquadrom ist doch gut. Gerade erst wurde das Schwimmerbecken erneuert. Warum kann man nicht einfach alles so belassen, wie es ist?

Antwort:  Im Schwimmerbecken wurde der Beckenboden neu gefliest, die Wände und Beckenköpfe sind alt. Die Fliesen des Wellenbeckens werden jedes Jahr geprüft und geflickt, auch die Fliesen des Kurs- bzw. Variobeckens sowie der Solebecken sind in die Jahre gekommen oder stammen noch aus dem Entstehungsjahr. Die sanitären Einrichtungen, Duschen, Toiletten sind stellenweise (besonders Sauna) stark sanierungsbedürftig. Die Dächer sind oft undicht und müssen häufig saniert werden (aktuell Dach über dem Kursbecken). Ebenfalls in die Jahre gekommen sind die Rutschen und die gesamte Technik im Keller. Die Technik „unter dem Schwimmbad“ ist veraltet und stammt in weiten Teilen aus dem Entstehungsjahr - wie bei einem Auto ist der Motor entscheidend (= Technik).

7. Was ist der aktuelle Stand? Was wurde bereits entschieden?

Antwort: Bisher wurden nur Pläne und mögliche Varianten vorgestellt. Einen endgültigen Beschluss für die zukünftige Planung gibt es noch nicht.

8. Wie lange bleibt das aktuelle Bad noch erhalten?

Antwort: Der Betrieb läuft bis auf Weiteres ganz normal weiter, es sind keine Einschränkungen oder eine vorzeitige Schließung geplant.

9. Was sind nun die nächsten Schritte?

Antwort: Da es noch keinen endgültigen Beschluss zu einer der Varianten gibt, könnten noch weitere Prüfaufträge erfolgen. So lange wird der Badebetrieb seinen gewohnten Gang nehmen.

Pfingsgrüße aus dem Aquadrom:

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