„Happy-End“ im Rathaus
Verabschiedung von zwei langjährigen Mitarbeitern
„‘Aus Polen stammt der Satz: ‚Auch das Happy-End ist ein Ende.‘ Für Sie bringt der heutige Tag ein Happy-End“, verabschiedete Bürgermeister Werner Zimmermann im Beisein des Kollegenkreises zwei langjährige Mitarbeiter der Stadtverwaltung Hockenheim. Ilse Marquetant und Roland Söhner haben beide das Rathaus verlassen, um nun den Altersruhestand zu genießen.
Ihre Zukunft betreffend haben die beiden, die bisher ihre Tätigkeit im Rathaus einte, nun ganz unter-schiedliche Vorstellungen: „Ich freue mich darauf, endlich mehr Zeit für mich und meine Familie zu haben“ freut sich Ilse Marquetant auf die vor ihr liegende Zeit. Und doch, so ganz vergessen lässt sich die Arbeit nach fast 30 Jahren im Rathaus nicht. „Immer, wenn die Stunde vom Arbeitsbeginn näher rückt, dann gucke ich auf die Uhr und denk: Jetzt muss ich los“, erklärt die 63-Jährige.
Auch Bürgermeister Zimmermann erinnerte in seiner Dankesrede an die vielen gemeinsamen Stunden im Rathaus. „Mit Engagement, Einsatzwillen und kollegialem Verständnis haben Sie fast 30 Jahre lang Ihren Dienst im Rathaus versehen“, dankte er der scheidenden Kollegin. Neben der vielen Arbeit sei jedoch auch die Zeit für persönliche Gespräche nicht zu kurz gekommen. Einen besonderen Service wird der Bürgermeister außerdem vermissen – denn die gute Seele des Rathauses verpasste es nie, Werner Zimmermann täglich unaufgefordert seine Teetasse zu spülen.
Roland Söhner gehörte ebenfalls zu den „Mitarbei-tern für alle Fälle“. 2002 zunächst eingestellt für Boten- und Fahrdienste erweiterte sich sein Aufgabengebiet schnell um zusätzliche Arbeiten in der Registratur und im Hausmeisterdienst. „Hierbei die notwendigen Prioritäten zu erkennen und die übertragenen Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen, war immer Ihr Bestreben“, resümierte der Bürgermeister. Roland Söhner absolvierte zunächst eine Ausbildung als Dreher, später zum REFA-Spezialist. Nach Tätigkeiten in verschiedenen renommierten Firmen war Söhner zuletzt bei der Firma Aurepa tätig, nach deren Schließung wechselte der 63-Jährige zur Stadt.
Für die Zukunft hat der Neu-Rentner sich viel vorgenommen: Verstärkt wird er sich wieder seinem Hobby, der Musik widmen. Besonders das Hohner-Akkordeon-Orchester wird ihn künftig fordern: Söh-ner, der unter anderem beim Musikverein Nussloch über einen Zeitraum von 15 Jahren das Blasmusikorchester aufgebaut hat, wird mit dem Akkordeon-Orchester im November beim Konzert in der Stadthalle auftreten.