Formel 1 am Hockenheimring mit schwarzer Null
Unter Strich steht eine satte schwarze Null unter dem im Juli stattgefundenen Formel 1-Rennen am Hockenheimring. „Wir haben unser Ziel erreicht. Aus eigener Kraft schreiben wir in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen bei einem Formel 1-Rennen am Ring“, bilanzierte Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer am Donnerstag, 12. August. Erstmals seit Jahren erwirtschafteten die Betreiber der Strecke, die Hockenheimring GmbH, aus der Veranstaltung einen Überschuss in Höhe von rund 140.000 Euro. Rund 65.300 Gäste hatten das Rennen besucht. „Nach den alten Vertragskonditionen, die ursprünglich in diesem Jahr noch gelten sollten, hätten wir ein Defizit von 7,2 Millionen Euro gehabt. Diesen Verlust hätten wir als Kommune nicht verkraften können“, erklärte Gummer. Die Stadt Hockenheim ist mit einem Anteil von 94 Prozent an der Hockenheimring GmbH beteiligt.
Durch Verhandlungen mit der FOA (Formula One Association) wurden im vergangenen Jahr neue Vertragsbedingungen ausgehandelt, die den Verbleib der Formel 1 am Hockenheimring bis 2018 sichern. Der Status als Formel-1-Strecke bringt dem Ring als Unternehmen, bezogen auf die übrigen Geschäftstätigkeiten, jährlich rund eine Million an Einnahmen.
„Die Formel 1 ist ein wichtiger Imageträger für Hockenheim und die Region. Mein Dank gilt deshalb auch den Kommunen und der Region, die uns im vergangenen Jahr spontan unterstützt haben bei den Bemühungen, das Rennen hier zu behalten“, sagte Gummer. Studien zufolge liegt der wirtschaftliche Effekt für die Region bei rund 40 Millionen an Kaufkraft durch die Formel 1 am Hockenheimring.
„Die Formel 1ist damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Autoland Baden-Württemberg. Wir würden es sehr begrüßen, wenn sich das Land nun - anders als es manchmal in der jüngsten Vergangenheit geschehen ist – zu ihrem weltweit bekannten Imageträger, den Hockenheimring Baden-Württemberg, wieder bekennen würde und ihn unterstützt“, schloss Gummer.