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IHK-Umfrage zum Wirtschaftsstandort mit Oberbürgermeister und Unternehmern diskutiert

IHK-Umfrage zum Wirtschaftsstandort mit Oberbürgermeister und Unternehmern diskutiert

Was sind die Stärken des Wirtschaftsstandortes Hockenheim, wo liegen noch Potenziale und vor allem: Wie können Stadtverwaltung und Unternehmen gemeinsam den Wirtschaftsstandort weiterentwickeln? Mit diesen Fragestellungen beschäftigen sich rund 70 Unternehmer und Gäste, darunter Oberbürgermeister Dieter Gummer und IHK-Hauptgeschäftsführer Axel Nitschke, beim Hockenheimer Unternehmer-Treffen, dessen Gastgeber Direktor Richard Damian vom Hotel Motodrom war. IHK-Hauptgeschäftsführer Axel Nitschke, beim Hockenheimer Unternehmer-Treffen, dessen Gastgeber Direktor Richard Damian vom Hotel Motodrom war.

Grundlage der Diskussion war eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar (IHK) zum Wirtschaftsstandort, an dem sich zuvor Hockenheimer Unternehmer beteiligt hatten. Nach einer Einführung durch Wirtschaftsförderer Donald Pape stellte Ralf Schlindwein, Stabsstelle Politikkontakte bei der IHK, die zentralen Ergebnisse der Studie vor. Gute Noten bekam Hockenheim hier vor allem für die allgemeinen Rahmenbedingungen sowie speziell in den Bereichen „Erreichbarkeit der Absatzmärkte“, „Nähe zu Zulieferern“ und „Anbindung Fernstraßennetz“.

„Aber wo Licht ist, ist auch Schatten“, leitete Schlindwein über zu den Potentialen, die aus Sicht der Unternehmen künftig noch stärker in den Fokus gerückt werden sollten. Hierzu zählen insbesondere die von Seiten der Betriebe monierte Transparenz von Entscheidungen der Verwaltung, die Höhe der Kommunalabgaben und vor allem das Thema Telekommunikationsinfrastruktur. Allgemein bekannt unter dem Schlagwort „Breitband“ sehen die befragten Unternehmer hier noch Optimierungsbedarf bei der Umsetzung.

„Wir haben das Thema früh erkannt und sind wegen des nachgewiesenen Marktversagens bereits 2014 dem Zweckverband ‚Highspeednetz Rhein-Neckar‘ als Gründungsmitglied beigetreten“, führte Gummer in der anschließenden Diskussion aus. Mit dem Zweckverband soll zunächst das Gewerbegebiet Talhaus an die schnellen Internetleitungen angeschlossen werden. Die Planungen dazu laufen derzeit. Sobald anschließend die entsprechenden Beschlüsse in den städtischen Gremien gefasst werden, könnte die Umsetzung im besten Falle bereits im kommenden Jahr möglich sein.

Kritisch von Seiten der Unternehmen diskutiert wurde auch die Gewerbesteuererhöhung im vergangenen Jahr, bei der die Stadt den Hebesatz auf 390 Punkte um 40 Punkte anhob. „Hier fehlte aus Sicht der Wirtschaft das Fingerspitzengefühl bei Stadtverwaltung und Gemeinderat. Die Stadt kann davon ausgehen, dass die Erwartungen der Unternehmen an die Arbeit von Verwaltung und Gemeinderat steigen, wenn diese mehr bezahlen müssen“, betonte Nitschke die Haltung der Unternehmen. Hier verwies der Oberbürgermeister insbesondere auf die massiven Aufwendungen der Stadt Hockenheim in den Bereichen Tageseinrichtungen für Kinder und Schulen.

Weitere Themen, die von den Unternehmern und Nitschke angesprochen wurden, waren eine attraktivere Innenstadt und die Stärkung der Wirtschaftsförderung innerhalb der Verwaltung. Der Oberbürgermeister führte dazu aus, dass die Stadtverwaltung Hockenheim eine schlanke Verwaltung mit flachen Hierarchien sei, bei der die Stellen nicht doppelt besetzt seien. Wegen der Innenstadt verwies Gummer vor allem auf die anstehende Entwicklung „rund um den Messplatz“ und den seit 2015 gegründeten Hockenheimer Marketing Verein (HMV), der zu-nächst die Belebung der Innenstadt als wichtige Aufgabe wahrnehme.

Wie aktiv der HMV bereits an dem Thema Innenstadt arbeitet, stellte im Anschluss der stellvertretende Vorsitzende Michael Noé vor. Unter dem Motto „Ho-ckenheim lebt Formel 1“ sind verschiedenste Aktionen mit Schulen, Unternehmen, Einzelhandel und Gastronomie geplant. So wird ein Malwettbewerb stattfinden und am Formel 1-Samstag werden auf einer großen Aktionsbühne an der Zehntscheune Unterhaltung, Spaß und natürlich rundum gastronomische Highlights geboten.

Gastronomische Highlights bot auch Gastgeber Richard Damian, der die Gäste mit den Kostproben seines Angebots verwöhnte. Er stellte den Unternehmern die Möglichkeiten im Hotel Motodrom für Tagungen, Banketts, Feiern oder auch für das Catering vor. Die Gäste nutzen diese Möglichkeiten im Anschluss an den offiziellen Teil gerne für Austausch und Netzwerken.

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Erstellt am: 2016-05-02 11:23:50
Gedruckt am: 26. Februar 2018