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„Buchtripp“ mit humorvoller Literatur aus Russland

„Buchtripp“ mit humorvoller Literatur aus Russland

Sie spielen in Moskau, St. Petersburg oder auf dem Land. Sie beschreiben Bürokratie oder Künstlerboheme. Sie erzählen von der gefestigten Sowjetzeit, den 1980-er Jahren oder dem Postkommunismus in Russland. Die Rede ist von den vier russischen Romanen, die am Freitag, 23. März, 19.30 Uhr, beim nächsten „Buchtripp“ in der Stadtbibliothek Hockenheim vorgestellt werden. Sie sprechen Geschichten aus dem größten Land der Erde an, das im Sommer Gastgeber für die Fußballweltmeisterschaft ist und viele große Schriftsteller hervorgebracht hat. Rosa Grünstein und Thomas Liebscher möchten den Gästen nun Einblicke in die Arbeit vier weniger bekannter Autoren aus der russischen Gegenwart geben.

Das erste Buch von Elena Chizova („Die stille Macht der Frauen“) erzählt von einer Wohngemeinschaft in den 1950-er Jahren. Drei alte Damen nehmen Antonia und ihre kleine Tochter auf. Die jungen Bewohner erleben ei-nerseits ein strenges Regiment der „Babuschki“ (auf Deutsch Großmutter), andererseits eine raffinierte Hilfe im Kampf gegen den Staat. Denn dem Kind Susanna, das nicht spricht, droht die Einweisung ins Heim. Eine Seniorin ist auch die Hauptfigur im zweiten Buch. Alina Bronsky berichtet in ihrem Roman „Baba Dunjas letzte Liebe“ von einer Senioren, die in einem fiktiven Dorf lebt. Das Dasein in diesem Dorf nahe Tschernobyl wird mit lakonischem Humor vorgestellt.

Das dritte Werk beim „Buchtripp“ ist eine Art Schelmenstück. In „Das Formular“ lässt Alexej Slapovsky einen Kreuzworträtselerfinder nach den richtigen Antworten für einen polizeilichen Fragebogen suchen. Außerdem als Zusatzauftrag – auf Drängen seiner Schwester – noch nach der richtigen Frau. In die Welt der literarischen Hauptstadt-Boheme führt das letzte Buch von Julia Kissina. Sie lässt ihre Hauptfigur im Roman „Elephantinas Mos-kauer Jahren“ einiges ertragen. Die unerfüllte Liebe zu einem Dichter lässt eine junge Frau aus Kiew merkwürdige Wohnungen und Freunde, skurrile „Happenings“ und eine Vorladung beim KGB erleben. Doch die Schauspiel-studentin behält die ganze Zeit ihren eigenständigen Blick auf diese Moskauer Subkultur.

Der „Buchtripp“ ist wieder mit einem Imbiss in der Pause verbunden. Außerdem sind Getränke im Eintrittspreis von 15 Euro enthalten. Einlass nur mit Voranmeldung möglich. Eintrittskarten können in der Stadtbibliothek Hockenheim (Telefon 06205 21-666 oder 21-665, E-Mail stadtbiblio-thek@hockenheim.de) und bei der Buchhandlung Gansler (Telefon 06205 7300, E-Mail buch@buchhandlung-gansler.de) käuflich erworben werden. Kein Kartenverkauf an der Abendkasse.

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Erstellt am: 2018-03-08 14:45:19
Gedruckt am: 20. Juni 2018