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Bodenschutz/Altlasten

Bodenschutz/Altlasten

Altlastverdächtige Flächen im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes sind Altablagerungen und Altstandorte, bei denen der Verdacht schädlicher Bodenveränderungen oder sonstiger Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit besteht. Eine Altlast liegt dann vor, wenn durch die Ablagerung oder den Altstandort das Wohl der Allgemeinheit beeinträchtigt wird.

Beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis ist das Wasserrechtsamt als untere Wasserbehörde zuständig für die Altlastenbearbeitung.

Altlasten im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes sind

Jede altlastverdächtige Fläche durchläuft ein landesweit einheitliches Bearbeitungsverfahren mit abgestufter Vorgehensweise von der Erhebung und Erkundung bis hin zur Sanierung und Kontrolle. Nach Abschluss jedes Bearbeitungsschrittes wird der Fall einer erneuten Bewertung nach BBodSchG, BBodSchV und Wasserrecht unterzogen und der weitere Handlungsbedarf festgelegt.

Im Rhein-Neckar-Kreis wurde die letzte historische Erhebung altlastverdächtiger Flächen 2007 abgeschlossen. Dabei wurden zahlreiche neue Altstandorte und Altablagerungen erfasst.

Die Informationen zu Bodenbelastungen und Altlasten im Rhein-Neckar-Kreis werden im landeseinheitlichen System Bodenschutz- und Altlastenkataster geführt.

Der Rhein-Neckar-Kreis als untere Wasserbehörde führte historische Erhebungen altlastverdächtiger Flächen, kurz genannt HISTEn durch. Bei der HISTE werden durch Luftbildauswertung, Kartenauswertung und sonstige Erhebungen Altablagerungen und ehemalige, altlastverdächtige Industrie- und Gewerbeflächen (Altstandorte) erfasst und einer ersten Gefährdungsabschätzung zugeführt. Von 1995 - 2002 wurden im Rhein-Neckar-Kreis ca. 2500 neue altlastverdächtige Flächen erhoben.

Durch intensive Aktenauswertungen bei den Gemeinden und Behörden werden alle Verdachtsflächen erhoben. Parallel dazu wird eine Luftbild- und Kartenauswertung vorgenommen, die gleichfalls wichtige Hinweise liefert. Im nächsten Schritt werden die Auswertungen verglichen und zusammengeführt.

Durch Ortsbesichtigungen und der Befragung von Zeitzeugen werden die Informationen vertieft, die Altlastenrelevanz jeder einzelnen Fläche überprüft und eindeutig irrelevante Flächen aus der weiteren Bearbeitung ausgeschieden. Die verbleibenden Flächen werden in aufwendiger Kleinarbeit durch das Wasserrechtsamt unter Beteiligung des jeweils tätigen Ingenieurbüros in drei Kategorien eingestuft: "Kein weiterer Handlungsbedarf", "Kein akuter Handlungsbedarf bei derzeitiger Flächennutzung" und, in gravierenden Fällen, "Weitere Erkundungsmaßnahmen notwendig". Die verbleibenden Flächen werden in einer speziellen Datenbank erfasst und kartographisch festgehalten.

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Erstellt am: 2008-06-30 08:58:25
Gedruckt am: 26. April 2018