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Achtsam mit sich und seinen Ressourcen umgehen – Strategien für Unternehmer

„Ich verwende lieber den Begriff ‚Energiekrise‘ statt Burnout. Das macht für mich deutlicher, dass man diese Krise auch wieder überwinden kann.“ Petra Rühle, Referentin beim 9. Hockenheimer Unternehmer-Treffen in der Sparkassenfiliale Hockenheim, gab Einblicke in das Burnout-Syndrom.  Unter dem Titel „Burnout: In Balance bleiben – trotz hoher Anforderungen“ erläuterte sie die Zusammenhänge beim Entstehen eines Burnouts, gab aber auch gleichzeitig Tipps zur Prävention und Überwindung dieses Erschöpfungszustandes.

„Die Technik und die Anforderungen moderner Zeit führen uns an Grenzen“, erläuterte Rühle, die als freiberufliche Trainerin und Coach tätig ist. Als ein Beispiel nannte sie die Entgrenzung der Arbeitswelt („Wer von Ihnen hat noch den klassischen ‚9 to 5‘-Job?“). Weitere Faktoren seien, dass Dynamik und Komplexität in der Arbeitswelt zunehmen („Dynaxität“) und dass die zunehmende Arbeitsverdichtung im Widerspruch zu den Bedürfnissen des Menschen stehe. Rühle verwies in diesem Zusammenhang auf das einfache Beispiel, wie ein Muskel funktioniere: Das Zusammenspiel von An- und Entspannung mache erst die Bewegung möglich. Dieses Prinzip der An- und Entspannung lässt sich auch auf die psychische Belastungssituation übertragen. Diese anatomischen Voraussetzungen des Menschen seien zu beachten.

Die Referentin unterschied mehrere Phasen des Burnout-Syndroms. In der ersten Phase zeige man überdurchschnittliches Engagement bis hin zur ersten Erschöpfung. In der nächsten Phase komme es zu einer Reduzierung der Arbeitsleistung mit negativer Emotionalität. Es folgen dann die Phasen: Abbau der Leistungsfähigkeit, Verflachung des Lebens, psychosomatische Reaktionen bis hin zur Verzweiflung und Zusammenbruch.

Um es gar nicht erst bis zum Zusammenbruch kommen zu lassen, sei die Reflexion des eigenen Gesundheitsverhaltens notwendig. Dies, so Rühle, betrifft Körper, Geist und Seele. Neben Sport, Entspannung und Ernährung seien das eigene Denk- und Verhaltensmuster sowie der Umgang mit Emotionen wichtige Stellschrauben.

„Überlegen Sie sich kleine Schritte der Veränderung. Und machen Sie sich vorher bewusst, auf was Sie verzichten müssen, damit dieser Verzicht hinterher nicht zum Stolperstein wird“, gab sie den Unternehmern als Tipp mit auf den Weg, bevor sie den Dank von Veranstalter und Gastgeber entgegennahm. Zuvor hatte Gastgeber Sebastian Lochbühler die Struktur der Sparkasse Heidelberg vorgestellt und dabei insbesondere auf die speziellen Dienstleistungsangebote für Unternehmer verwiesen.  Von den derzeit mehr als 1.350 Mitarbeitern stehen rd. 100 Kolleginnen und Kollegen als Ansprechpartner für Unternehmen zur Verfügung. So zum Beispiel in einer eigenen Existenzgründungsberatung, einer Abteilung Internationales Geschäft und den regionalen Firmenkundencentern vor Ort wie u. a. dem Firmenkundencenter Hockenheim.

Wirtschaftsförderer Donald Pape hatte nach der Begrüßung kurz den aktuellen Stand zum Thema Breitbandausbau in Hockenheim geschildert. Seit Beschluss des Kreistages im September 2013 für das Projekt „fibernet“ werde in Zusammenarbeit von Stadt Hockenheim und Rhein-Neckar-Kreis eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, um die Voraussetzungen für den Ausbau zu ermitteln.

Wenn die Ergebnisse voraussichtlich Anfang 2014 vorliegen, werden die konkreten nächsten Schritte vor Ort festgelegt, u. a. aufgrund des Wettbewerbsrechtes mit der Vorbereitung einer europaweiten Ausschreibung. Im Anschluss an die Fachinformationen nutzen die Unternehmer wieder die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch und Kennenlernen.



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