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„Junge sind genauso gefordert wie Ältere“ – Unternehmensnachfolge Thema des 10. Hockenheimer Unternehmer-Treffens

„Haben Sie Ihren Notfallkoffer schon gepackt?“ Hans Hamerak, der das Thema Nachfolge seit Jahren bei der IHK Rhein-Neckar begleitet, blickt in die Teilnehmerrunde des 10. Hockenheimer Unternehmer-Treffens.  „Ich bin sicher, dass es Ihnen nicht viel anders geht als anderswo. Deshalb fangen Sie an, den Notfallkoffer vorzubereiten Ihr Unternehmen liegt sonst im Falle des Falles lahm, wenn die notwendigen Vollmachten, Passwörter und andere wichtige Regelungen nicht da sind“, appellierte der erfahrene Referent weiter.

„Herausforderung Unternehmensnachfolge“ war das Motto des Unternehmer-Treffens, das diesmal im Wasserturm Hockenheim stattfand. Gastgeber Erhard Metzler, technischer Werkleiter bei den Stadtwerken Hockenheim, hatte zuvor den rund 70 Gästen eine kurze Einführung in die Historie des Hockenheimer Wahrzeichens gegeben. Im Anschluss führte Referent Hamerak in das Thema Unternehmensnachfolge ein.

So seien vor der eigentlichen Übergabe eines Unternehmens zahlreiche Fragestellungen zu klären und zu überdenken. Ausgehend von der Frage „Wer übernimmt das Unternehmen“ gehe man schnell von der Frage der Nachfolge über zur Frage der Regelung des Erbes. „Dies setzt eine noch viel umfassendere Diskussion voraus“, machte Hamerak deutlich.

Deshalb sei es wichtig, sich von Anfang an Termine zu setzen. Eine Übergabe, so seine Erfahrung, dauere zwei bis fünf Jahre. „In unserer Region gibt es zu wenig Übernehmer, besonders der Einzelhandel hat große Probleme“, sagte er. Wichtig sei es, diskret vorzugehen.

„Gerade kleine Betriebe sind eng mit der Person verbunden. Hier darf man erst an den Markt gehen, wenn man den Nachfolger gefunden hat, ansonsten laufen Sie Gefahr, ihre Kunden zu verunsichern“, erklärte der IHK-Referent. In diesem Zusammenhang wies er auf die Dienstleistungen der Handwerkskammern und der IHKs als neutrale Begleiter hin, die die Unternehmensnachfolge umfassend unterstützen können – angefangen von Vorabprüfungen der Interessenten bis hin zur Nachfolgemoderation.

„Man braucht nicht nur Eigenkapital, man braucht Eignung“, verwies er auf die Problematik, einen geeigneten Übernehmer für das Unternehmen zu finden. Auch hier könnten Kammern und IHK aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung unterstützen.

Doch nicht nur die Firmenübergabe solle gut vorbereitet sein, so Hamerak. Auch für den Notfall, etwa bei einem Unfall oder einer plötzlichen Erkrankung, müsse man sein Unternehmen aufstellen. In den Notfallkoffer gehöre ein Testament, notwendige Vollmachten sowie Passwörter, damit der Betrieb möglichst reibungslos weitergeführt werden könnte.

Und auch wenn das Unternehmen auf die nächste Generation übergehe, seien zahlreiche Dinge zu regeln. „Hier sind die Jungen genauso gefordert wie die Älteren, diesen Übergang zu gestalten“, sagte Hamerak. Im Anschluss an den Vortrag überreichte Wirtschaftsförderer Donald Pape dem Referenten das „Hockenheimer Erlebnispaket“ – eine Tour hinter die Kulissen des Hockenheimrings, einen Besuch im Familien- und Wohlfühlbad Aquadrom sowie einen Gutschein für die Stadthalle. Danach bestand wieder ausreichend Möglichkeit, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und schon bestehende zu vertiefen.

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