Ring Heimat für Motorsport, Musik und neue Veranstaltungsformate

Die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, besuchte am Mittwoch, 15. Januar 2020, den Hockenheimring.

Im Rahmen dieses Termins fanden auch Gespräche mit Vertretern der Kooperationspartner Stadt Hockenheim, der Hockenheim-Ring GmbH und der Emodrom Group über die Weiterentwicklung des Rings statt. Im Nachgang berichtete eine Tageszeitung über den Termin mit Aussagen wie „Messen statt Motorsport“ und „So reagieren die Leser auf das Aus der Formel-1 in der Region“. Diese Äußerungen haben zu relevanten Diskussionen geführt.
 
Stadt, Ring-GmbH und Emodrom Group stellen fest: „Die Aussagen sind nicht korrekt.“
 
Für die drei Kooperationspartner erklärt dazu Christian Stalf, Pressesprecher der Stadt Hockenheim:
 
„Für die Weiterentwicklung des Hockenheimrings gibt es viele gute Ideen der beteiligten Partner. Einige von ihnen konnten bereits erfolgreich verwirklicht werden. Dafür ist die Inbetriebnahme des Porsche Experience Centers ein gutes Beispiel. Die Durchführung von Messen statt Motorsport auf dem Ring gehört aber nicht zu diesen Ideen. Der Motorsport ist ein lebenswichtiger Teil der DNA des Rings. Er wird immer ein Geschäftsfeld des Rings sein und auch bleiben. Er stellt aber nicht die alleinige Zukunft des Unternehmens dar. Deshalb gibt es auch keine Überlegungen, mit Motorsport-Angeboten auf dem Hockenheimring aufzuhören.
 
Ein weiteres Geschäftsfeld des Hockenheimrings stellen Konzerte dar. Der Ring ist vor allem als Event-Stätte für Konzerte mit mehr als 100.000 Besuchern für bekannte Musiker attraktiv. Das stellt ein Alleinstellungsmerkmal des Hockenheimrings dar. Die Nutzung der Rennstrecke für neue Formate wie das e4 Testival ist möglich, wenn diese Formate wirtschaftlich sinnvoll sind und zum Ring passen. Diese Formate können eine gute Ergänzung zu den bestehenden Geschäftsbereichen wie Motorsport- und Musikveranstaltungen sein. Beim Besuch der Ministerin gab es auch Überlegungen, den Ring auf bereits etablierten Branchenmessen stärker als Schaufenster für alternative Antriebstechnologien und für fahraktive Erlebniswelten zu positionieren.
 
Ein weiteres Thema ist die Zukunft der Formel 1 auf dem Hockenheimring. Diese Rennsportserie pausiert vorerst auf dem Ring, weil für die Rennsportsaison 2020 kein Vertrag mit dem Rechteinhaber Liberty Media vereinbart wurde. Dieser Umstand darf aber nicht mit einem Formel 1-Aus auf dem Hockenheimring verwechselt werden. Stadt und Ring-GmbH haben immer die Auffassung vertreten, dass sie auch in Zukunft offen für Formel 1-Rennen auf dem Hockenheimring sind. Dafür ist maßgeblich, dass diese Rennen für den Ring kostendeckend realisiert werden können.“

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