Millioneninvestition in die Versorgungssicherheit

Begingen feierlich den Spatenstich für die Erneuerung des Umspannwerks in Hockenheim-Talhaus: Martin Borzutzky (Omexon), Michael Sauter (Stadtrat), Sascha Sauer (Projektleitung EnBW), Timo Schmitt (Vertriebsleitung EnBW), Martina Wilk (Leitung Stadtwerke Hockenheim), Marina Nottbohm (Stadträtin), Dr. Martin Konermann (Netze BW-Geschäftsführer), Bürgermeister Stefan Weisbrod (Reilingen), Oberbürgermeister Marcus Zeitler (Hockenheim), Fritz Rösch (Stadtrat) und Erhard Metzler (Leitung Stadtwerke Hockenheim) (Bild: Stadtwerke Hockenheim/Fotografen Dorothea und Norbert Lenhardt).

Stadtwerke Hockenheim und Netze BW modernisieren Umspannwerk  - Leistungsfähiger, kompakter und attraktiver – in Hockenheim fiel heute der Startschuss für die Modernisierung des Umspannwerks (UW) Hockenheim.

Oberbürgermeister Marcus Zeitler, Stadtwerke-Werkleitung Erhard Metzler und Martina Wilk sowie Netze BW-Geschäftsführer Dr. Martin Konermann vollzogen dabei den traditionellen ersten Spatenstich.
 
Das UW an der Talhausstraße wird mittelspannungsseitig (20-kV) von den Stadtwerken und hochspannungsseitig (110-kV) von der Netze BW betrieben. Nun soll der wichtige Knotenpunkt für die Stromversorgung in der Region auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden und dabei sein Gesicht entscheidend verändern. Die Stadtwerke Hockenheim haben die Netze BW beauftragt, die Erneuerung der Anlagenteile des Energieversorgers in einem Zug gemeinsam mit den Maßnahmen der Netze BW durchzuführen.

„Das Umspannwerk Talhaus hat in unserem Versorgungsnetz strategische Bedeutung. Ich freue mich daher, dass die erforderliche Modernisierung von den Stadtwerken und der Netze BW gemeinsam realisiert wird“, sagt Oberbürgermeister Marcus Zeitler. Dabei komme beiden Partnern das Vertrauen aus einer rund 50-jährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit zu Gute. „Dadurch lassen sich wertvolle Synergien nutzen“, findet Marcus Zeitler.

„Die Netze BW macht ihre Verteilnetze in ganz Baden-Württemberg kontinuierlich fit für die Energiewende und für die zuverlässige Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien. Wir freuen uns, dass wir dieses umfangreiche Know-how hier in Hockenheim einbringen können, um gemeinsam mit den Stadtwerken das Umspannwerk für die zukünftigen Anforderungen zu rüsten“, so Netze BW-Geschäftsführer Konermann.

„Mit der Modernisierung verbessern wir nicht nur die Versorgungssicherheit in Hockenheim und der Region. Wir werten das Umspannwerk auch äußerlich deutlich auf“, meint Erhard Metzler, Werkleitung der Stadtwerke Hockenheim. Außerdem werden damit Erweiterungsmöglichkeiten für die Energie-Herausforderungen der Zukunft geschaffen“, so Erhard Metzler weiter. Diese Investitionsbereitschaft in die Zukunft beweist auch, dass die Stadtwerke für das Projekt ein Geländeteil der EnBW für die Modernisierung des Umspannwerks übernommen haben, ergänzt Werkleiterin Martina Wilk.

Die gemeinsame Komplettsanierung beinhaltet die 110-kV-Freilufttechnik und die 20-kV-Mittelspannungsanlage. Im Zuge des Umbaus werden Zufahrtsstraßen, die Infrastruktur und die Betriebstechnik erneuert. Dabei plant und errichtet die Netze BW Sparte Dienstleistungen im Auftrag der Stadtwerke ein neues Betriebsgebäude und die neue gasisolierte 20-kV-Schaltanlage. Für eine mögliche spätere Leistungserweiterung des Umspannwerks wird eine Aufstellfläche für einen dritten Transformator vorgehalten. Die Stadtwerke investieren rund 5,9 Millionen Euro in die 110-KV-Trafofelder, die 20-KV-Mittelspannungsanlage und die Infrastruktur, die Netze BW rund 1,9 Millionen Euro in die 110-kV-Leistungsfelder und die 110-KV-Sammelschiene. Der Umbau erfolgt bei laufendem Betrieb und wird voraussichtlich im Herbst 2022 abgeschlossen sein.

Hintergrund / Info:
Umspannwerke sind Verbindungspunkte zwischen den regionalen und den örtlichen Stromverteilnetzen. In Umspannwerken (UW) wie dem in Hockenheim wird Strom von Hoch- (110.000 Volt oder 110 kV) auf Mittelspannung (20.000 Volt) transformiert. Das Hochspannungsnetz der Netze BW verbindet insgesamt über 230 dieser UW; sie liegen fast ausschließlich in Baden-Württemberg. Die Mittelspannungsleitungen bilden das Rückgrat der lokalen Stromversorgung. In über 25.000 Umspannstationen im Versorgungsgebiet wird der Strom von 20.000 Volt auf die Ortsnetz- oder Niederspannung von 400 Volt transformiert. Von diesen Stationen führen die Leitungen schließlich zu den Anschlüssen in Haushalten und Betrieben.
 

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