„Wein im Turm“ hinterlässt auch in diesem Jahr ein begeistertes Publikum

Eindrücke von "Wein im Turm" (Foto: HMV)

Wenn ein Event des Hockenheimer Marketing Vereins (HMV) seine dritte Auflage erlebt, handelt es sicherlich noch nicht um eine Traditionsveranstaltung. Für die Teilnehmer der bisherigen Weinproben im Wasserturm ist „Wein im Turm“ jedoch längst eine Marke und eine Garantie für Genuss und Begeisterung.

Da der „Hoggemer Spargel“ in diesem Jahr am Samstag, den 5. November nicht zur Verfügung stand, musste der HMV-Arbeitskreis „Lebensqualität und Identifikation“ unter Leitung von Oliver Grein auf eine Kombination von Donnerstag und Freitag davor ausweichen. Das änderte jedoch zum Glück nichts an der großen Nachfrage, die „Wein im Turm“ regelmäßig erzeugt. Beide Abende waren mit jeweils 50 Gästen und einer langen Warteliste ausverkauft. Und auch in diesem Jahr bot das zweitägige Spektakel, welches vom HMV wieder in Kooperation mit Vertretern der Hockenheimer Weinpatengemeinde Duttweiler durchgeführt wurde, viel Genuss, noch mehr „Wein-relevante“ Information und beste Unterhaltung für das Publikum. Schon im Rahmen der Eröffnung des ersten Abends freute sich AK-Sprecher Grein, „dass von den 10.000 laut Google bekannten Weinreben die besten in Duttweiler und somit in direkter Nachbarschaft Hockenheims wachsen!“ Und nachdem es im Vorjahr noch erforderlich war, die Herren-Toiletten im Keller des Wasserturms zu Unisex-Toiletten umzuetikettieren, da es auf den Damen-Toiletten kein Wasser gab, warnte Grein die weiblichen Gäste gleich am Anfang: „Alle sanitären Anlagen funktionieren wieder. Wenn Sie sich heute auf der Herren-Toilette erwischen lassen, benötigen Sie eine verdammt gute Begründung!“ So launig ging die Veranstaltung auch in den jeweils folgenden drei Stunden weiter. Ganz großen Anteil daran hatte das Präsentatoren-Team aus Duttweiler. Die erst im August dieses Jahres gekrönte Duttweiler Weinprinzessin Annika Walter wurde dabei von einer ihrer Vorgängerinnen tatkräftig unterstützt. Lisa Momm war nicht nur Duttweiler, sondern auch rheinland-pfälzische Weinprinzessin und ist dem Hockenheimer Fachpublikum schon länger als Spitzen-Önologin bekannt. Beide wurden zudem vom Duttweiler Ortsvorsteher Kay Lützel begleitet und ebenso fachkundig unterstützt. Zusammen führten die drei das Publikum durch eine umfangreiche Probenliste, welche mit einem Secco begann und zudem neun Weißweine, eine Rosé-Variante und zwei Rotweine umfasste. Begleitet wurde dieser Proben-Marathon mit Käse-Variationen und frischem Baguette, welches vom Team des HMV-Arbeitskreises wie immer liebevoll vorbereitet wurde. Unterstützt wurde das Team zudem vom Hockenheimer Stadtrat Fritz Rösch, der am ersten Abend als Stellvertreter des Hockenheimer Oberbürgermeisters das Publikum begrüßte, um am zweiten Abend, quasi als Stellvertreter des Duttweiler Ortsvorstehers, Werbung für Duttweiler und deren Weine zu machen. Beide trugen dabei T-Shirts, auf denen in einer dem Autor dieser Zeilen gänzlich unbekannten Sprache zu lesen war, dass der Mensch nicht nur in Duttweiler, sondern fast überall auf der Welt leben könne. Dass es jedoch leider überall nicht so schön sei wie in Duttweiler. Sicherlich nicht nur diese sehr persönliche und liebevolle Werbung für die Hockenheimer Weinpaten-Gemeinde führte am Ende beider Abende dazu, dass die Gäste von der Möglichkeit einer direkten Bestellung der gerade probierten Weine reichlich Gebrauch machten. Die Geschäftsführerin des HMV, Birgit Rechlin, versprach dem Publikum eine Fortsetzung von „Wein im Turm“ auch im nächsten Jahr und wies auch auf eine weitere gemeinsame Aktion mit den Duttweiler Winzern hin. So werde der HMV auf die nächste „Fass uff de Gass“-Veranstaltung am 15. April 2023 einen Bus mit Gästen aus Hockenheim schicken. Diese Ankündigung mündete an beiden Abenden zusammen in der Reservierung der Hälfte der verfügbaren Bustickets. Weitere Voranmeldungen über info@hockenheimer-marketing-verein.de möglich.
Insgesamt wurde auch in diesem Jahr wieder deutlich, dass die Weinpatenschaft dann Sinn macht, wenn beide Partner die Chance zur Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen mit hohem Informations- und Unterhaltungswert nutzen.

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