Stellungnahme zum Aquadrom

Quo vadis Aquadrom, unter diesem Motto fand die erste Bürgerinformations-veranstaltung am 09. Juli 2025, in der Stadthalle Hockenheim, statt. Bei dieser Veranstaltung wurde den Bürgerinnen und Bürgern die aktuelle Situation des Freizeitbades detailliert erläutert und dargestellt.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigte da schon auf, dass das Schwimmbad zu keinem Zeitpunkt schwarze Zahlen geschrieben hat. Das Defizit hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr nach oben geschraubt. Dies hat die unterschiedlichsten Gründe, ob Investitionen, steigende Unterhaltungskosten, wie auch die Personalkosten sind hier ein entscheidender Faktor.

In vielen und langen Sitzungen wurde gemeinsam mit dem Gemeinderat nach Lösungen gesucht, diese Gespräche liefen dabei sehr sachlich und konstruktiv, es wurden sämtliche Lösungsvorschläge auf den Tisch gelegt. Hierbei wurde deutlich, dass ein Aquadrom, so wie es heute betrieben wird, keine Zukunft mehr hat und nur schwer finanzierbar ist. Ein solches Freizeitbad ist von einer Kommune alleine nicht zu tragen, die Belastung für die Stadt, insbesondere für die Stadtwerke, ist einfach zu groß.

Natürlich ist sich die Verwaltung bewusst, dass auch in Zukunft die Daseinsvorsoge gesichert sein muss und dass Kinder auch in Zukunft die Möglichkeit haben Schwimmen zu lernen. Dies liegt uns sehr am Herzen und ist Bestandteil jeder Variante, welche in Betracht gezogen wird.

Bereits in der Vergangenheit wurde die Option von möglichen Investoren in Betracht gezogen, jedoch waren diese Gespräche nicht von Erfolg gekrönt und würde ein preislich realistisches Bürgerbad ausschließen.

In Folge der Entwicklung und Dringlichkeit für die Zukunft des Schwimmbades, konnten wir Herrn Prof. Dr. Kuhn gewinnen, einer der führenden deutschen Experten und Berater für den Betrieb, die Planung und die Wirtschaftlichkeit von Bädern. Dieser konnte mit uns die drei vorgestellten Varianten erarbeiten, welche dem Gemeinderat vorab vorgestellt wurden. Diese Lösungsansätze spiegelten die prekäre Lage noch einmal eindringlich dar, denn ohne Zuschüsse oder Fördergelder können keine der Varianten umgesetzt werden. Selbst eine Verkleinerung, Bestandssicherung und nötige Umbaumaßnahmen würden Millionen verschlingen und ein zukünftiges Defizit in Millionenhöhe bleibt auch, jedoch zu einem wesentlich kleineren Anteil, wie als dass es heute der Fall ist.

In der zweiten Bürgerinformationsveranstaltung wurde dann gemeinsam mit dem Gemeinderat eine tragfähige und realistische Variante vorgestellt, wo sich alle einig waren, dass diese auch realisierbar ist. Auch hier steht die Daseinsvorsorge im Vordergrund, aber auch weiterhin die Möglichkeit für die Bürger und Bürgerinnen Schwimmen gehen zu können. Ideen und Vorschläge welche zwischen den beiden Veranstaltungen eingingen, wurden ebenso vorgestellt. Einige davon könnten im Bestand umgesetzt werden und manche werden bereits umgesetzt, hierfür ist die Stadtverwaltung auch sehr dankbar, denn dies zeigt, dass das Schwimmbad den Hockenheimern und Hockenheimerinnen sehr am Herzen liegt.

Die Umsetzung und Planung einer der Varianten nimmt aber Jahre in Kauf, von der Planung bis hin zu den Ausschreibungen dauert dies, so lange wird der Normalbetrieb auch weiterlaufen. Von einer sofortigen und endgültigen Schließung war nie die Rede gewesen und dies liegt auch nicht in unserem Sinne.

Mögliche Fördergelder und Zuschüsse durch Land und Bund sind unerlässlich und so wurde sich auch beim SKS Programm (Sanierung von kommunalen Sportstätten) beworben. Dieses Bundesprogramm war jedoch 23-fach überzeichnet und von über 3600 Bewerbungen bekam ein Bruchteil, 314 Sportstätten, einen Anteil am Fördertopf. Man hat aber auch hier wieder gesehen, dass Schwimmbäder in der Minderheit sind, ein bedauerlicher Trend. Die Aussicht in der zweiten Bewerbungsphase genommen zu werden, tendiert gegen Null.

Alle möglichen Lösungsansätze und Varianten können wir nur mit Unterstützung durch Bund und Land durchsetzen!

Für die Zukunft gilt jetzt, dass durch eine sachliche, fachliche und konstruktive Zusammenarbeit aller Fraktionen und beteiligten Institutionen, ein Weg gefunden wird, welcher für die Stadt finanzierbar ist, aber auch durch die Bürger und Bürgerinnen mitgetragen wird. Neue Anträge aus der Mitte des Gremiums werden nun geprüft und diskutiert, ob und wie diese dann umgesetzt werden können.

Von städtischer Seite aus, wird hier auch weiterhin Transparenz geboten und bei Neuigkeiten sofort informiert.

Auf der städtischen Homepage, unter https://www.hockenheim.de/zukunft-aquadrom, können die beiden Präsentationen der Bürgerinformationsveranstaltungen, mit allen Zahlen und Fakten, abgerufen werden. Darüber hinaus werden hier schon einige grundlegende Fragen beantwortet und es gibt den Link zum Video der Bürgerinformationsveranstaltung.

Gerne können Sie uns aber auch direkt kontaktieren, kommunikation@hockenheim.de, für Anregungen und Ideen sind wir immer offen.

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