Zwischen Entscheidungsfreiraum und strukturellem Halt

Der Friedrich-Fröbel-Kindergarten in Hockenheim bietet den Kindern ein teiloffenes Konzept

<justify>Kreativraum, Baubereich, Rollenspielecke: Die verschiedenen Räume im Fröbel-Kindergarten dienen parallel auch als Gruppenzimmer. (Foto: Stadtverwaltung Hockenheim)</justify>

Es handelt sich bei Eltern fast um so etwas wie eine Glaubensfrage – ob sich Kinder in einem Kindergarten mit offenem oder mit geschlossenem Konzept besser entwickeln. Der Friedrich-Fröbel-Kindergarten in Hockenheim bietet das Beste aus beiden Welten: Mit dem teiloffenen Konzept, das der Kindergarten seit fast 30 Jahren für sich etabliert hat, können die Kinder Elemente aus beiden Betreuungskonzepten erfahren.

„Wir sind der einzige städtische Kindergarten mit diesem Betreuungskonzept“, erzählt Kindergartenleiterin Nadine Neickert. Im Jahr 2024 hat sie die Leitung des Kindergartens übernommen und ist Ansprechpartnerin für alle grundsätzlichen Fragen zum Thema Erziehungskonzept und Umsetzung. „Von der Bringzeit um 7.30 Uhr an können sich unsere Kinder hier im Haus frei bewegen und die verschiedenen Funktionsräume nutzen“, erklärt sie das Prinzip. Neben einem Baubereich gibt es auch Bereiche für kreatives Spielen, für Rollenspiele, den Turnraum, den Garten und mehr.

Magnete zeigen, wer wo ist

Mittels eines Magnetsystems sehen die Erzieherinnen mit einem Blick, welche Kinder sich gerade im entsprechenden Raum aufhalten. Die Kinder haben dabei einen Magneten mit ihrem eigenen Bildchen darauf und heften diesen, sobald sie einen Funktionsraum betreten, auf die entsprechenden freien Plätze auf der Magnettafel. Darauf können die Kinder auch erkennen, wenn der Raum voll ist, sodass nicht zu viele Kinder in einem Raum sind. „Die Kinder verstehen das sehr schnell, wie sie ihre Magnete nutzen sollen. Für die Erzieherinnen hilft es, die Übersicht zu behalten und schnell zu wissen, wo sich ein entsprechendes Kind aufhält“, so Neickert.

Räume werden durchgetauscht

Doch die Funktionsräume dienen nicht nur zum freien Spiel, sondern sind – und deswegen eben teiloffen und nicht komplett offen – auch die Gruppenräume der Kinder. „Ab etwa 11 Uhr ist bei uns im Kindergarten Gruppenzeit, da sind die Kinder in ihren entsprechenden Räumen, bei ihren Bezugserzieherinnen“, erklärt Neickert weiter. Während dieser Zeit finden auch gemeinsame Morgenkreise und andere Rituale statt. „Wir bieten den Kindern dadurch am Vormittag die Möglichkeit des komplett freien Spiels in ihren Lieblingsbereichen, das stärkt enorm ihre Entscheidungsfähigkeit, ihre Beteiligungsmöglichkeiten und steigert das Selbstbewusstsein. Sie können selbst entscheiden, wo sie hinwollen. Und nachmittags sind sie im festen Gruppenverbund, das gibt Struktur und Halt.“ Die Gruppen wechseln alle drei Monate den Gruppenraum, sodass keine Gruppe durch ein bestimmtes Thema bevorzugt oder benachteiligt ist, weil beispielsweise die Erdmännchen den besonders beliebten Baubereich in ihrem Raum haben.

Anpassung der Funktionsbereiche

<justify>Die Funktionsbereiche werden beständig von den Erzieherinnen beurteilt und an die Bedürfnisse der Kinder angepasst. Nadine Neickert bietet auch hier einen Einblick in die Arbeit des Fröbel-Kindergartens: „Wenn wir beispielsweise feststellen, dass die Kinder für Rollenspiele nach bestimmten Kuscheltieren fragen, Puppen dafür nicht mehr so sehr bespielt werden, dann tauschen wir das aus. Oder wir bieten im Baubereich andere Bauelemente an. Wir schauen hier wirklich täglich genau, was und wie die Kinder spielen und überlegen uns, wie wir das Erlebnis verbessern können!“</justify>

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