Fairtrade: Kein Schauspiel, sondern gelebte Realität
Theaterstück „Alle satt“ macht globale Gerechtigkeit für Schulklassen erlebbar
Ein besonderer Vormittag rund um die Themen Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Fairtrade bleibt acht 5. Klassen mit über 230 Schülerinnen und Schülern aus der Theodor-Heuß-Realschule, Hartmann-Baumann-Schule, dem Friedrich-Gauß-Gymnasium und der Schule am Kraichbach in besonderer Erinnerung. Die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Hockenheim lud ein zum Theaterstück „Alle satt“ von der Schauspielgruppe „theaterspiel“. Die beiden Vorführungen im vollbesetzten großen Saal im Lutherhaus machten den Kindern deutlich, wie gesellschaftlich wichtige Fragen auf kreative und eindrucksvolle Weise auf die Bühne gebracht werden.
Besonders beeindruckend war für die Schülerinnen und Schüler die aktive Einbindung ins Stück. Mehrere Kinder wurden direkt angesprochen und nach ihrer Meinung zum Thema „Gerechtigkeit“ gefragt. So konnten Esra, Roman und Delilah aus der Klasse 5 b der Theodor-Heuß-Realschule sowie weitere Kinder selbst Teil der Aufführung werden. Für Roman gab es sogar noch einen weiteren besonderen Moment: Er durfte eine kleine Rolle auf der Bühne übernehmen.
Im Anschluss an die Aufführung nahmen sich die Schauspielerinnen und Musiker Zeit für die zahlreichen Fragen des jungen Publikums. Offen und verständlich beantworteten sie die Anliegen der Kinder und vertieften damit die Eindrücke aus dem Stück zusätzlich. Für die Schülerinnen und Schüler war der Ausflug nicht nur ein schönes Gemeinschaftserlebnis, sondern auch ein wichtiger Denkanstoß für den Alltag.
Die Beschäftigung mit dem Thema „Fair Trade“ hat die Kinder dazu motiviert, bewusster mit Lebensmitteln und deren Herkunft umzugehen. Eine wichtige Erkenntnis aus dem Theaterstück: Gute Lebensmittel sollten nicht vorschnell weggeworfen werden. Kleine Makel, wie etwa gelbe Stellen an Obst, seien kein Grund, Nahrung ungenutzt zu entsorgen.
Die Kinder nehmen aus diesem Tag vor allem eine Botschaft mit: „Auch wir Kinder können etwas bewegen.“ Das Theaterstück hat eindrucksvoll gezeigt, dass jede gute Tat zählt und dass verantwortungsvolles Handeln bereits im Kleinen beginnen kann.














