Rattenmanagement in Hockenheim
Was die Stadt tut und wie Bürgerinnen und Bürger helfen können
Um die Bevölkerung vor Infektionen zu schützen, ist es für die Stadt Hockenheim wichtig, die Rattenpopulation wirksam zu kontrollieren und einzudämmen. Eine völlige Ausrottung ist jedoch unmöglich.
Die Koordination des Rattenmanagements im öffentlichen Kanalsystem wird von den Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Tiefbau gesteuert. Im Auftrag der Stadt wird eine ganzjährige Bekämpfung durch externe Dienstleister vorgenommen. Eine dauerhafte Überwachung und anlassbezogene Beköderung der bekannten Nistplätze und Hotspots im öffentlichen Stadtgebiet und der Kanalisation führt zur Eindämmung und Kontrolle der Populationszahlen. Hierbei wird nicht nur großen Wert auf die Wirksamkeit der Maßnahme gelegt, sondern auch auf den Schutz der Umwelt. Um sicherzustellen, dass der in Kanalisationsschächten angebrachte Köder seine Inhaltsstoffe nicht in den Wasserkreislauf abgibt, arbeitet der Dienstleister mit patentierten Köderschutzboxen, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Die Verbreitungsgebiete der Tiere verändern sich jedoch von Zeit zu Zeit, je nachdem welche Bedingungen die Nager vorfinden. Durch Dokumentation der Rattensichtungen im öffentlichen Raum können die städtischen verantwortlichen die ganzjährige Bekämpfung gezielt anpassen und einer Ausbreitung der Rattenpopulation entgegenwirken.
Wichtig dabei ist es zwischen öffentlichem und privatem Sichtungsraum zu unterscheiden. Bekämpfungen im öffentlichen Raum wirken sich nicht immer unmittelbar auf Nistplätze in privaten Grundstücken aus. Zur Rattenbekämpfung auf Privatgrundstücken sind die Grundstückseigentümer selbst verpflichtet. Am besten gelingt es, mit Hilfe eines Fachunternehmens die rechtlich zugelassenen Bekämpfungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Alle Bürgerinnen und Bürger können aber auch präventiv dazu beitragen, die Zahl der Ratten gering zu halten. Auch Besucher der Stadt sind aufgerufen, die Ausbreitung der Ratten zu verhindern.
Tipps gegen Ratten: Was im Alltag hilft
Um Ratten erst gar nicht anzulocken, bittet die Stadt Hockenheim, folgende Verhaltensweisen zu beachten:
- Mülltonnen und Abfallbehälter verschließen: Ratten sind findig und clever. Sie zwängen sich durch kleinste Löcher und Öffnungen. Kontrollieren Sie daher regelmäßig ihre Abfallbehälter und ersetzen Sie defekte Tonnen.
- Müll gehört in die Tonne, nicht daneben: Schon geringe Abfallmengen können Ratten anlocken. Und wo sie einmal fündig geworden sind, werden Ratten wieder vorbeischauen.
- Zusätzliche Wertstoffsäcke erst kurz vor Abholung auf die Straße stellen: Wer diese schon Tage vor der Abholung an die Straße stellt, deckt Ratten geradezu den Tisch. Wertstoffsäcke sollten frühestens am Abend vor dem Abfuhrtermin bereitgestellt werden.
- Füttern Sie keine Tiere im öffentlichen Raum: Ratten freuen sich über nicht gefressene Futterreste.
- Entsorgen Sie keine Nahrungsreste in der Toilette oder im Abfluss: Ratten bevorzugen Orte, die schwer zugänglich und warm sind. Beides bietet die städtische Kanalisation. Um die Tiere nicht ungewollt zu füttern, entsorgen Sie Essenreste stets in den dafür vorgesehenen Abfallbehältern.
- Lagern Sie keine Nahrungsmittel offen: Vogelfutter, Streufutter und Tiernapf-Reste im Garten nicht über Nacht offenstehen lassen. Vorräte in fest verschließbaren Metall- oder dickwandigen Kunststoffbehältern lagern. Gekochte Essenreste, Fleisch, Fisch und Molkereiprodukte niemals auf dem offenen Kompost entsorgen.
- Unterschlupfmöglichkeiten und Zugänge blockieren: Gebäudeöffnungen, wie Ritzen, Fugen und Löcher fachgerecht abdichten. Kellerfenster und Lüftungsöffnungen mit engmaschigen Gittern aus Metall versehen. Haupttüren, Nebeneingänge und Garagentore sollten nach unten hin dicht abschließen. (Gegebenenfalls Bürstendichtungen anbringen)
- Freiflächen und Gärten ordentlich halten: Holzstapel, Gerümpel und dichten Bodenbewuchs (wie Efeu) regelmäßig kontrollieren und übersichtlich halten, um Verstecke zu minimieren. Vorhandene Gräben möglichst sauber halten.
Mit diesen Verhaltensweisen können Bürgerinnen und Bürger einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Tierschutz leisten. Denn je weniger Ratten es gibt, desto weniger Köder müssen ausgelegt werden, um die Population zu reduzieren.
Rattensichtung melden
Rattensichtungen können über das Formular des städtischen Mängelmelders auf der Homepage unter: https://www.hockenheim.de/online-dienste.html mitgeteilt werden.
Die Meldungen werden in die Dokumentation der Verbreitungsgebiete aufgenommen und bei der Bekämpfung berücksichtigt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht über jede Meldung eine persönliche Rückmeldung zum Bearbeitungsstand oder eine Erläuterung zu den konkret eingeleiteten Maßnahmen geben können.
Außerdem ist zu beachten, dass die Wirkung von Bekämpfungsmaßnahmen nicht immer unmittelbar sichtbar ist. Je nach örtlichen Gegebenheiten und Art der Maßnahme kann es mehrere Wochen dauern, bis ein erkennbarer Erfolg beziehungsweise eine Reduzierung der Rattenpopulation festzustellen ist.














